…so könnte unser Engagement betitelt sein, denn wir haben als Aktionsbündnis einen Erfolg zu verzeichnen. Durch die Ratssitzung am 24.1.2019 im Rathaus wurde beschlossen, 18 Parzellen der Kolonie Friedenau in Hainholz vorerst nicht in Gewerbeflächen umzuwandeln. Der Tagesordnungspunkt wurde vertagt und der vorgesehene Kündigungstermin kann nicht mehr dieses Jahr umgesetzt werden.

 

Die Flächen von Friedenau sind im Kleingartenkonzept 2016-2025 zur Umwandlung vermerkt und standen seit Herbst 2018 im Bezirksrat Nord zur Abstimmung, welche 2x mit Mehrheit abgelehnt wurde. Hier haben wir mit zahlreicher Anwesenheit bewiesen, das es mit unserer Aktion ernst ist, mittlerweile im dritten Jahr.

 

Durch eine „in die Fraktion ziehen“ Option durch Die Linke / Piraten Fraktion ebenjenes „Kleingärten zu Gewerbeflächen Tagesordnungspunkts“ erhitzten sich gleich zu anfangs die Gemüter im Rat. Dazu ab Minute 11:00 vom hannoverschen Sender H1 bereitgestellte Szenen.

 

Die SPD beantragte eine Dringlichkeit ggü. diesen Punkt, der nach Stimmauszählung 30 zu 30 Stimmen und damit als abgelehnt anerkannt wurde. Wir knapp 30 AktivistInnen des Bündnisses und UnterstützerInnen klatschten Beifall, was durch die Hausordnung des Rates leider nicht ausfallend genug stattfinden konnte. Es gibt für die gehörlosen Menschen auf dieser Welt natürlich auch dafür ein Ausdruckszeichen, dessen bedienten wir uns dann aber ausgiebig und wurde von so manch‘ RatsherrIn wohlwollend zu Kenntnis genommen.

 

Die Linke hat auf ihrer Homepage über diesen offensichtlichen Fauxpas an diesem Tag eine treffende Zusammenfassung geschrieben. Vielen Dank dafür.

 

Nicht nur wir fragen uns, was auf ein wenig mehr als Fußballfeld-großer Fläche für Verkehrs- und Gewerbeflächen passen sollen, zudem beide derzeit in Nord- und Südausrichtung in diesem Gebiet ausreichend vorhanden und viele Leerstände zu verzeichnen sind.

 

Es ergibt sich der Eindruck, daß „auf den letzten Drücker“ Entscheidungen getroffen werden sollten, den 18 Laubenpiepern und -Innen den Garaus zu machen, um einen politischen Willen durchzudrücken, da mit dem Kleingarenkonzept nicht so wirklich was vorankommt. Das soll nicht nur uns recht sein. Wir sind dankbar allen außerhalb der Ampelkoalition und natürlich denen innerhalb der Ampel, welche an uns geglaubt haben, es aber nicht zugeben können.

 

 

 

Wir kämpfen weiter, bis zum letzten Grashalm!